Schritte hin zu einem selbstbestimmten
Leben ohne Drogen
Ein wichtiger Faktor für unsere Patienten ist ein strukturierter, geregelter Tagesablauf. Viele therapeutische Angebote gestalten den Tag: Verschiedene Gruppensituationen wie analytisch-interaktionelle Gruppenpsychotherapie, themenzentrierte Interaktionsgruppen (TZI), Projektgruppen, Sport, Schwimmen, Klettern, Technikgruppe und Schulunterricht.
Mit Einzelpsychotherapie-Sitzungen stabilisieren unsere Therapeuten die Jugendlichen und bauen eine Beziehung zu ihnen auf. Im Verlauf der Sitzung werden die Patienten stärker mit den aktualisierten Konflikten konfrontiert. 14-tägig finden unsere Familienberatung und/oder -therapie statt.
In themenbezogenen Gruppen greifen wir die jeweilige Gruppendynamik geschlechtsspezifisch auf. Wir unterstützen die Jugendlichen bei Projektgruppen und in der individuellen Freizeitgestaltung. Eine kreative und phantasievolle Gestaltung steht dabei im Vordergrund. In der alltäglichen Auseinandersetzung trainieren unsere Patienten lebenspraktische Situationen. Dabei zeigen sich Neigungen und Vorlieben, wir fördern somit neue Lebensinhalte. In enger Einbindung in den Stationsalltag erhalten die Jugendlichen einzeln oder in Kleingruppen Schulunterricht. Die Anforderungen sind gut zu bewältigen, daraus resultierende Erfolgserlebnisse unterstützen die Lern- und Lebensfreude. Wir knüpfen dabei an den bereits entwickelten individuellen Fähigkeiten an.
Besonders wichtig ist, dass wir die Jugendlichen im Behandlungsverlauf kontinuierlich an einen sicheren Realitätsbezug ohne Drogen und exzessive Mediennutzung heranführen. Sie setzen sich mit sich selbst und anderen auseinander und lernen allmählich, in Beziehungen Vertrauen zu fassen; die Eigenverantwortlichkeit nimmt zu. Unsere Patienten verlassen zunächst in der Gruppe, später auch allein, den Schutz von Teen Sprit Island. Ein Praktikum und ein externer Schulbesuch bereiten sie auf ihr Leben nach der stationären Therapie vor.
Wir planen die Entlassung langfristig. Die Mehrzahl der Jugendlichen können oder wollen nicht zu ihren Eltern zurückkehren. Dann leiten wir eine geeignete stationäre Jugendhilfemaßnahme in die Wege. In Hannover kooperieren wir mit der Jugendwohngruppe "Step Kids" der STEP – ein gemeinnütziges Unternehmen der Drogenprävention und Drogenhilfe – Tel. 05 11/74 01 98-60. Gemeinsame Freizeitaktivitäten mit der Jugendwohngruppe und gegenseitige Besuche bereiten unsere Patienten auf eine Entlassung dorthin vor. Auch der Übergang in andere geeignete Jugendhilfeeinrichtungen ist möglich.














